Montag, 25. November 2019  

Auf WUM Sieg in Halle folgt Dämpfer in Leipzig; Mini-Team zeigt jeweils starke Moral

Bereits vor dem Spieltag deutete sich an, dass die Magdeburger Wasserballer mit einem arg dezimierten Kader in den ersten Doppelspieltag gehen müssen.
Sogar der Trainer Milan Mijokovic stand nicht zur Verfügung. Zur Auswärtspartie beim SV Halle am Samstag, 23.11., saßen gerade einmal elf Spieler im Mannschaftsbus, darunter drei Torhüter. Aus der Not heraus spielte Magdeburgs Torwart Marc Böer sogar im Feld. Doch die Jungs haben sich reingehangen. Trotzdem blieb es bis fast zum Schluss ein enges Match. Über eine Magdeburger 3:2 Führung nach dem ersten Abschnitt (Tore 2x Lukas Schulle, 1x Tom Hagendorf) und einem 2:1 (Moritz Lehner, Tom Hagendorf) in den folgenden acht Minuten, stand es zur Halbzeit 5:3 für die WUM. Auch das dritte Viertel ging mit 1:0 (Lukas Schulle) an die Magdeburger, so dass die Elbestädter mit einem 6:3 Vorsprung in die acht Schlussminuten gingen. Und hier wurde es turbulent. Durch drei Treffer in Folge glich Halle 2:22 Min vor dem Ende zum 6:6 aus. Die Saalestädter schmissen alles nach vorn, witterten ihre Chance. Doch die Jungs aus der Landeshauptstadt blieben abgezockt, nahmen das Tempo aus dem Spiel und trafen selber. Zwei Tore von Tom Hagendorf und ein Treffer von Frederic Wolfgram mit der Schlusssirene sicherten einen Magdeburger 9:6 (3:2, 2:1, 1:0, 3:3) Sieg im Sachsen-Anhalt Derby.

Am Sonntag, 24.11., stand dann um 17.00 Uhr die Auswärtspartie in Leipzig an. Die Magdeburger waren gewarnt, schickten doch die Messestädter tags zuvor den Spitzenclub der SGW Brandenburg deutlich mit 17:10 nach Hause. Da wäre ein voll besetzter WUM Kader sehr hilfreich gewesen. Doch wie bereits erwähnt, musste erneut das Mini-Team (ohne Marco Schoder - nur noch 10 Spieler) ins Becken. Lediglich für Sebastian Lindner rutschte Nikola Mijokovic in die Mannschaft. Es begann nicht gut für die Magdeburger. Die Leipziger knüpften nahtlos an das Samstagmatch an und führten schnell und verdient mit 3:0. Kurz vor dem Ende des ersten Viertels verkürzte Nikola Mijokovic auf 3:1. Dem Leipziger 4:1 ließ Lukas Schulle das 4:2 folgen. Und die Messestädter legten nach, führten plötzlich mit 6:2. Für die Magdeburger schien sich ein Debakel anzukündigen. Doch die Elbestädter rappelten sich noch einmal auf und kamen zur Halbzeit durch Tore von Tom Hagendorf und Frederic Wolfgram auf 6:4 heran. Ein Fünkchen Hoffnung keimte wieder auf. Doch Leipzig legte im dritten Spielabschnitt los wie die Feuerwehr und baute die Führung auf 9:4 aus. Und wieder musste man um die Magdeburger Wasserballer fürchten. Zwar traf Lukas Schulle zum 9:5, doch der Gastgeber erhöhte postwendend auf 10:5. Erneut zwei Treffer von Schulle zum 10:7 ließ die WUM wieder Morgenluft schnuppern. Und so gingen die Elbestädter mit viel Schwung in die letzten acht Minuten, wurde durch das 11:7 des Gastgebers aber erneut kalt getroffen. Auch das 11:8 durch Willhelm Block konterte der Gastgeber in Überzahl zum 12:8. Und dann kamen die letzten sechs Minuten des Spiels. Plötzlich ging ein Ruck durch das WUM Team. Über eine große Moral trafen Moritz Lehnert und zwei Mal Willhelm Block zum 12:11. Und da waren noch 45 Sekunden zu spielen. Gelingt der WUM noch der Ausgleich? Doch der Gastgeber bleibt cool. Trotzdem kommen die Magdeburger sieben Sekunden vor dem Ende noch zu einer Überzahlangriff, aber die Zeit reicht nicht mehr. Die Elbestädter verlieren das Match in Leipzig denkbar knapp mit 11:12. Damit erhält die Titelverteidigung der WUM einen ersten Dämpfer. Doch Teammanager Tom Hagendorf blickt schon wieder nach vorn: „Mit dem Mini-Kader war einfach nicht mehr drin. Aber was die Mannschaft insbesondere heute abgeliefert hat, war stark. Wir haben uns nie aufgegeben und sind sowohl beim Stand von 6:6 in Halle als auch beim 8:12 Rückstand in Leipzig über eine starke Moral und den Kampfeswillen wieder zurück ins Spiel gekommen, Schade, dass es heute nicht ganz gereicht hat.“ Fakt ist aber, dass am kommenden Samstag (30.11) mit dem Ex-Bundesligisten SC Wedding ein noch stärkerer Gegner an die Elbe kommt. Da bleibt zu hoffen, dass sich der WUM Kader bis dahin wieder auffüllt. Erstmals in der Geschichte des Magdeburger Wasserballs soll dieses Spiel live von „Sportdeutsdchland.TV“ im Internet übertragen werden. Ein Ansporn mehr für die Magdeburger, sich mächtig ins Zeug zu legen.

Hintergrund:



  1. Wasserball Liga, Landesgruppe Ost - Ansetzungen 23./24.November 2019
23.11.19 , 17:00 Uhr, HSG TH Leipzig - SGW Brandenburg                    17:10    

23.11.19, 17:30 Uhr, SC Wedding 1929 - SV Zwickau von 1904            21:08

23.11.19, 19:00 Uhr, SC Chemnitz 1892 - SG Neukölln Berlin II             12:09

23.11.19, 20:00 Uhr, SV Halle/S. - Wasserball Union Magdeburg          06:09

23.11.19, 20:30 Uhr, OSC Potsdam II - SVV Plauen                               09:15

24.11.19, 13:00 Uhr, OSC Potsdam II - SV Zwickau von 1904               15:11

24.11.19, 16:30 Uhr, SC Wedding 1929 - SVV Plauen                            02:14

24.11.19, 17:00 Uhr, HSG TH Leipzig - Wasserball Union Magdeburg   12:11

 

WUM Mannschaftsaufstellung

Nr

Spieler

Tore

1

Marco

Schoder (nur Samstag)

 
2

Tom

Hagendorf

5

3

Jannis

Bard

 
4

Moritz

Lehnert

2

5

Ricardo

Rodenbeck

 
6

Frederic

Wolfgram

2

7

Wilhelm

Block

4

8

Lukas

Schulle

6

9

Sebastian

Lindner (nur Samstag)

 
10

Nikola

Mijokovic (nur Sonntag)

1

11

     
12

Marc

Böer

 
13

Detlef

Klotzsch

 
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