Dienstag, 19. März 2024  

WUM-Rumpftruppe unterliegt klar bei Liga-Primus

Der Tabellenerste aus Magdeburg traf  am Samstag, den 16.03.2024 in Potsdam auf den Tabellenzweiten vom OSC Potsdam II.
Doch es kam anders als man vom Papier her erwarten konnte. Am Ende stand da leider eine klare 9:18 (0:3, 4:4, 2:4, 3:7) Niederlage für die WU Magdeburg. Die Ausgangssituation war für die Elbestädter nicht optimal, denn es war vorher klar, dass man auf drei Leistungsträger verzichten musste. Kurzfristig mussten dann auch noch Routinier Tom Hagendorf (Adduktoren), Tim Richter und Jan Naveau krankheitsbedingt absagen. So stand Interimstrainer Klaus Hanke nur ein stark dezimiertes Team mit acht Feldspielern und zwei Torwarten zur Verfügung. Keine guten Voraussetzungen für ein Duell auf Augenhöhe. Im ersten Viertel hatte Paul Quentin Kehrer beim Anschwimmen das Nachsehen. Doch den ersten Angriff der Potsdamer Bundesligareserve wehrten die Magdeburger mit einer Zonenverteidigung noch erfolgreich ab. Im anschließenden Angriff blieb man aber harmlos vor dem Kasten der Potsdamer. Der OSC nutzte in den folgenden zwei Spielminuten konsequent seine Chancen aus dem Rückraum und zog auf 2:0 davon. Die Elbestädter stellten sich danach etwas besser auf den Gastgeber ein und mit Torwart Detlef Klotzsch hatte man einen großen Rückhalt im Kasten. Vorn lief weiterhin noch nicht viel zusammen. Aufgrund von individuellen Fehlern belohnte man sich nicht für die bessere Abwehrarbeit und so zogen die Hausherren bei der ersten Überzahl weiter auf 3:0 davon. Der „Hexer" Detlef Klotzsch hielt  45 Sekunden vor Viertelende noch einen 5 m Strafwurf der Gastgeber.Das 0:3, aus Sicht der WUM, war dann auch der Spielstand, mit dem man in den zweiten Spielabschnitt startete. Eine schön herausgespielte Überzahl nutzte die WUM durch Justus Behns am kurzen Pfosten endlich für den Anschlusstreffer zum 1:3. Die Potsdamer legten jedoch sofort nach und erhöhten schnell auf 4:1 und 5:1. Lukas Schulle war es dann, der auf 2:5 verkürzte. Der Gastgeber konterte dies aber erneut mit einem verwandelten Strafwurf und einem schnellen Konter zur 7:2 Führung. Aufgrund eines verursachten Strafwurfs musste Paul Quentin Kehrer mit seinem dritten persönlichen Fehler das Wasser und die Partie verlassen. Trainer Klaus Hanke hatte also nur noch sieben Feldspieler und zwei Torleute zur Verfügung, um dieses Spiel noch positiv zu gestalten. Da waren bis zur Halbzeit immer noch zweieinhalb Viertel zu spielen. Die Elbestädter versuchten, weiter den Hausherren Paroli zu bieten und nun wurden auch Überzahlsituationen konsequenter genutzt. Centerverteidiger Duncan Händel erzielte mit einem schönen Rückraumwurf das 3:7 für die Magdeburger. Kurz vor der Halbzeitpause war es Willi Block der in Überzahl zum 4:7 traf. Das dritte Viertel begann für die WUM so, wie das vorherige endete, nämlich mit einem Torerfolg von Vincent Winkler, der auf 5:7 verkürzte. Potsdam nutzt danach eine Überzahl und stellte den 3-Tore Vorsprung zum 8:5 wieder her, ehe Tamino Orlando Rodenbeck erneut auf 6:8 verkürzte. In dieser Phase des Spiels hatte man den Eindruck, da geht noch etwas für die WUM. Mit zunehmender Spieldauer machte sich aber die dünne Bank der Magdeburger deutlich bemerkbar. Der OSC erhöhte wieder auf 9:6. Die Kräfte der Sachsen-Anhalter schwanden. Die Fehler häuften sich und leider auch die Strafwürfe für Potsdam. Torwart Detlef Klotzsch hatte beim dritten Strafwurf der Potsdamer keine Chance und musste beim 6:10 hinter sich greifen. Doch beim vierten Penalty war der „Hexer“ zum zweiten Mal mal in dieser Partie in der richtigen Ecke. Kurz vor Ende des dritten Viertels nutzte Potsdam, mit einem schnellen Konter, die Chance zum 11:6. Damit ging es in die letzte Pause. Der vierte Spielabschnitt startete für die Magdeburger denkbar ungünstig, denn man kassierte gleich zu Beginn das 6:12. Duncan Händel fasste sich jedoch im Gegenangriff ein Herz und hämmerte den Ball zum 7:12 ins Potsdamer Gehäuse. Die anschließende Unterzahl der WUM nutzte aber erneut Potsdam zum 13:7 und zog in der Folge weiter auf 15:7 davon, ehe die WUM durch Youngster Justus Behns mal wieder eine Überzahl zum 8:15 nutzen konnte. Gut eine Minute später war es Center Willi Block, der auf 9:15 verkürzte. Bei noch knapp drei Minuten Spielzeit schwanden nun die Kräfte der Magdeburger zusehends. Die Hausherren mit ihrer vollen Bank hatten da einfaches Spiel in der Schlussphase und erzielten bis fünf Sekunden vor Spielende noch drei Treffer bis zum 18:9 Endstand. Interimstrainer Klaus Hanke meinte nach dem Spiel: “Wir wussten im Voraus, dass das kein einfaches Spiel wird. Die fehlenden Auswechselspieler waren sicherlich ein Faktor, warum es am Ende so eindeutig geworden ist. Mit einer vollbesetzten Bank wäre mehr drin gewesen. Wir haben aber auch einige Chancen liegengelassen. Zudem hatten wir eine hohe Fehlerquote, was individuelle Fehler angeht und waren zu langsam in unserem Umkehrspiel, gerade in Richtung Verteidigung. Positiv war, dass unser Youngster Justus Behns mit zwei Treffern gegen den Liga-Primus weiter Selbstvertrauen tanken konnte. Wir danken auch unseren mitgereisten Fans, die uns trotz der Niederlage lautstark unterstützt haben.“

Am nächsten Samstag, den 23.03.2024, steht bereits das nächste Heimspiel an gegen den Tabellenfünften, den SC DHfK Leipzig. Im Hinspiel im November dominierte die WUM mit 18:7.

Autor: Katja Priol

Ergänzende Hinweise:
Aktuelle Daten der 2. Wasserball Liga unter folgendem Link
https://www.dsv.de/wasserball/wettkampf/ergebnisse-tabellen/
Wochenendansetzungen 2. Wasserball Liga Ost

WUM-Team gegen des OSC Potsdam
Nr  Spieler                      Tore
1    Niels Götzel
3    Duncan Händel          2
6    Justus Behns             2
7    Wilhelm Block            2
8    Lukas Schulle            1
9    Paul-Quentin Kehrer
10  Tamino Rodenbeck    1
11  Sascha Ufnal
12  Vincent Winkler          1
13  Detlef Klotzsch

Nächstes WUM Spiel:
Samstag, 23.03.2024, 18.00 Uhr, WU Magdeburg – SC DHfK Leipzig